Infos und Quellen: Club-of-Rome; Attac.de; INWO.de; Nachhaltigkeitsrat.de;

Ziel der Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung INWO e.V. ist es, gangbare Wege aus der Wirtschafts- und Finanzkrise in die öffentliche Diskussion zu tragen. Das INWO- Konzept einer FAIRCONOMY beruht auf dem Grundgedanken, unsere Marktwirtschaft von kapitalistischen Verzerrungen zu befreien und ein stabiles Geldsystem zu verankern.

Zudem schlägt die INWO ein neues Bonus- und Umlagesystem für die nachhaltige Nutzung der Naturressourcen vor. Siehe: Fliessendes Geld.pdf www.INWO.de/

 

Alternative Zinswirtschaft

Ressourcen und Lebensfreude für alle

Wege aus der sozialen und ökologischen Sackgasse

Die bisherigen großen Wirtschaftsordnungen „Real existierender Sozialismus“ wie auch „Neoliberaler Kapitalismus“ haben die Menschheit sozial und ökologisch in eine Sackgasse geführt. Die drängenden ökologischen sowie sozialen Notwendigkeiten erfordern die Überwindung alter politischer und wirtschaftlicher Denkstrukturen und die zügige Einführung einer nachhaltigen und gerechten Wirtschaftsweise. Konzepte für einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus existieren bereits und können sofort und schrittweise innerhalb von Demokratie und Marktwirtschaft umgesetzt werden, lokal, national, EU-weit, global. Erste Schritte sind neue Regeln wie die Ressourcenverbrauchs-steuer, Finanztransaktionssteuer, des weiteren „Fließendes Geld“ und eine Bodenreform. Das derzeit vorherrschende „Geiz ist geil“-Denken kann transformiert werden in soziale und ökologische Win-Win-Konzepte.

Nicht die Menschen sind zu ändern, sondern die bisherigen Wirtschafts-und Geldregeln

 

Schuld an der Krise sind nicht allein die Manager oder die Hedgefonds und Börsenspekulanten, schuld sind auch nicht nur wir selbst mit unseren Sparkonten oder Aktienfonds oder Flugreisen. Alle haben sich nur nach den bestehenden global geltenden Regeln gerichtet und nach der Maxime gehandelt: „Mache aus Geld noch mehr Geld“ und sich gesagt:„Ich bin doch nicht blöd“.

Sämtliche bisherigen Rettungsmaßnahmen bedeuten steuerfinanzierte Wohlfahrtsprogramme für marktwirtschaftlich gescheiterte Unternehmen und ein heimliches „Weiter so!“. Durch die große Wucht der Krise begreifen allerdings Menschen aus allen politischen Richtungen, dass die globalisierten neoliberalen Wirtschaftsregeln in eine weltweite finanzielle und ökologische Sackgasse führen. Sie bieten keine weltökologische Überlebensperspektive für unsere Kinder. Sie bewirken zudem über weitere Verschuldung und Steuerbelastungen eine sich noch verschärfende Umverteilung von Unten nach Oben, von Arm nach Reich, und sie führen zur Überschuldung zukünftiger Generationen. Verantwortungsvolle Politik sieht anders aus:

Das verbleibende Zeitfenster von maximal 30 Jahren zum weltweiten ökologischen Umsteuern reicht kaum aus für einen globalen Bewusstseinswandel. Deshalb brauchen wir zügig neue Regeln, welche Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit lokal und global miteinander verbinden.

Von Attac, Linken, Gewerkschaften, Grünen, bis hinein in weite Kreise der so genannten Mitte, Kirchentagsbesuchern, Evangelischem Entwicklungsdienst und wertkonservativen Richtungen der CDU kristallisieren sich eine Reihe von zukunftsorientierten Forderungen heraus:

1. Zerschlagung der Steueroasen weltweit.

2. Besteuerung von Finanztransaktionen, Tobin-Steuer (Attac.de, SPD)

3. Bezahlung von Managern nach 5 bis 10-Jahres-Bilanzen, sowie persönliche Schadensmithaftung bei Insolvenz

4. Ein neues Bonus- und Umlagesystem für die nachhaltige Nutzung von Natur-Ressourcen (INWO.de), wovon gerade finanzschwache Haushalte profitieren werden

5. Wohlstand für alle durch sozial gerechtes und Ressourcen schonendes Wirtschaften mittels einem zinsenreduzierenden Geldumlaufsystem: „Fließendes Geld“, „Regionalgeld“ (INWO.de).

6. Neue europaweite Parteien wie die NEWROPEANS, welche die Ideen und Konzepte für Demokratisierung und ein nachhaltiges Wirtschaften in die EU-Parlaments-Gremien hineintragen und in Gesetze umsetzten.

7. Eine Parlamentsreform: Wirkliche Volks-Vertreter durch ein Verbot von Nebentätigkeiten für Politiker. Mithaftung der Politiker für Fehlentscheidungen. Im Gegenzug Erhöhung der Diäten auf Managerniveau.

8. Eine von Konzernen wie Bertelsmann oder Springer unabhängige Presse, um von Lobbyinteressen unabhängig informiert zu werden.

 

„Geiz ist geil“ geht auch ökologisch, wenn die Regeln stimmen.

 

Kein heute junger Mensch kann akzeptieren, wenn wir das alles für aussichtslos halten. In immer breiteren Kreisen der kritischen Wirtschaftswissenschaften werden Konzepte für neue Politik- und Wirtschaftsregeln diskutiert. Seit der Wirtschaftskrise 2008 lassen sich diese Vorschläge auch von den großen Presse-Meinungsmachern nicht mehr ignorieren. Eine kritische Masse von Wählern und Öffentlichkeit muss und kann für diese Ziele motiviert und begeistert werden. Die grassierende EU-Verdrossenheit kann sich durch Demokratisierung von unten verwandeln in Begeisterung für den gemeinsamen Weg in eine nachhaltige Zukunft: Ja wir können das! Der Rest der vielleicht eher gleichgültigen oder unpolitischen Weltenbürger kann durch Bonussysteme und Grundeinkommenskonzepte für Ressourcen schonendes und sozial gerechtes Verhalten in eine nachhaltige Wirtschaftsweise integriert werden.

 

Vorbildkonzepte mit EU-weiter und globaler Sogwirkung führen zu einer Win-Win- Situation für Mensch und Umwelt

 

Ein weltweites Bonussystem für ressourcenschonendes Wirtschaften ( INWO.de) lässt die Entwicklungs-und Schwellenländer entsprechende Umwelttechnologien bei uns vermehrt nachfragen und wirkt dadurch exportfördernd. Die Binnennachfrage wird durch entsprechende Öko-Umlagezahlungen an ressourcensparende und finanzschwache Bürger und Familien gestärkt. Automatisch würden nachhaltige Waren statt Wegwerf-Produkte gefördert. Eine Win-Win-Situation also, für Mensch und Umwelt.

Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und wir haben ausgefunden,…dass diese Welt uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten, und nicht Einer auf Kosten des Anderen leben will, und dass wir nicht nötig haben, den größeren und ärmeren Teil der Menschheit an den Himmel zu verweisen. (Heinrich Heine, um 1850)

Ist nicht alles schon zu spät? - Es gibt viele Gründe, sich aus all dem rauszuhalten, überzeugen können sie nicht. Jedes Tier sorgt für sein Nest und für seine Nachkommen. Die sozialistischen Utopien und der globalisierte Kapitalismus sind an der sozialen wie der ökologischen Frage gescheitert. Nachhaltige und gerechte Regeln sind heute und innerhalb von Demokratie und Marktwirtschaft möglich. 160 Jahre nach Heinrich Heine und 30 Jahre nach dem Club-Of-Rome- Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ wird es Zeit, sich darum zu kümmern. Ja, wir können das. Fangen wir hier und heute an.

 

Dr. Jürgen Fuchs, Bremen im März 2009. E-mail: naturheil@praxis-fuchs.de