Der Living Planet Report 2008 des WWF

stellt fest, dass wir die Ressourcen für die Versorgung der Ökosysteme der Erde viel zu schnell aufbrauchen – schneller, als sie erneuert werden können. Genau wie unbedachte Ausgaben zur Rezession führen, so führt unbedachter Konsum zur Erschöpfung des natürlichen Kapitals der Erde und letztendlich zur Gefährdung unseres zukünftigen Wohlstands.
Der Living Planet Index zeigt, dass wir allein in den letzten 35 Jahren fast ein Drittel des ökologischen Kapitals der Erde verloren haben.

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Footprints von Nationen und Kontinenten
Vereinigte Arabische Emirate 5,9
USA 4,4
Schweiz 2,8
Deutschland 2,8
Japan 2,6
Brasilien 1,6
China 1,2
Kuba 1
Haiti 0,4
Afghanistan 0,4
Kontinente
Nordamerika 4,4
Europa 2,6
Lateinamerika 1,4
Asien 1
Afrika 0,8
Welt 1,5

Wir brauchen mehrere Welten

Alle zwei Jahre publiziert der WWF zusammen mit dem Global Footprint Network und der Zoological Society of London den Living Planet Report, den umfassendsten Bericht zum Zustand der Erde. Er zeigt auf wissenschaftlicher Basis, wie sich der Ressourcenverbrauch der Menschheit und der Zustand der Natur entwickeln.

Für den Footprint wird der Ressourcenverbrauch der Weltbevölkerung den Ressourcen gegenübergestellt, die die Erde in der gleichen Zeit neu produziert. Bis Mitte der Siebziger Jahre lag der globale Footprint unter 1. Inzwischen hat er 1,5 erreicht: Wir verbrauchen also eineinhalb Mal so viele Ressourcen, wie die Erde auf die Länge bieten kann. Die Schweiz hat gar einen Footprint von 2,8. Den unrühmlichen Spitzenplatz halten die Vereinigten Arabischen Emirate mit einem Footprint von 5,9. Footprints von lediglich 0,4 weisen Afghanistan und Haiti auf (siehe Liste unten). Die grossen Footprints der reichen Länder wachsen weiter, die kleinen Footprints der ärmsten Länder stagnieren. (WWF)

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Die Entwicklung des Footprints

Das Ergebnis ist ein Zusammenbruch des Fischbestandes, eine Verringerugn der Waldbedeckung, ein Schwund des Frischwassers und die Erzeugung von Kohlendioxyd-Emissione, die Probleme wie den Klimawandel erzeugen. Dieses sind nur ein paar der erwähnenswerten Wirkungen der Überbeanspruchung. Die Überbeanspruchung trägt auch bei zu Konflikten und Kriegen über Ressourcen, zu Hunger, Krankheit und anderen menschlichen Tragödien und sie tendiert zu einer überproportionalen Auswirkung auf die Armen, die nicht den Ausweg haben, sich Ressourcen irgendwo anders zu kaufen.

Quelle: http://www.footprintnetwork.org/en/index.php/GFN/page/world_footprint/